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In guten Händen:

Rüsselsheimer Hospizhilfe e.V.

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"Nicht Heimat suchen,
sondern Heimat werden sollen wir."

Ina Seidel

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Was kann die Hospizhilfe tun ?

Ist diese einmalige Lebenssituation nicht etwas sehr Persönliches?
Sind hier fremde Menschen überhaupt erwünscht?

Der Kontakt entsteht oftmals über den Sozialdienst eines Krankenhauses, den Pflegedienst, den behandelnden Arzt oder auch, wenn Freunde oder Angehörige den Eindruck haben, eine Unterstützung wäre hilfreich.

Es können ganz praktische Fragen sein, die ein Kennenlernen ermöglichen. In einem Fall fand das erste Gespräch mit den Angehörigen zuhause statt, bevor die Patientin aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Die Aufregung war groß. Die Wohnung musste teilweise umgeräumt werden, das Pflegebett benötigte einen guten Platz, gleichzeitig sollte die Wohnung wohnlich bleiben und es musste praktisch sein.

Wird es mit der Schmerztherapie klappen?

Gemeinsam haben wir die nächsten Schritte geplant: der Kontakt zum Hausarzt wurde rechtzeitig aufgenommen, der Pflegedienst informiert. Als die Patientin zuhause war, habe ich ein Gespräch mit ihr geführt. Wir vereinbarten mit ihr und ihrem Mann, dass eine Hospizhelferin zweimal in der Woche kommen sollte, um ihren Mann zu entlasten. Der Patientin war erst zuhause bewusst geworden, dass sie Beide Hilfe benötigen könnten.

So wurde Raum geschaffen für freie Zeit für den Ehemann, der unbesorgt einkaufen oder im Garten arbeiten wollte. All zu vieles war liegengeblieben.

Zum Schlafen hatte er keine Ruhe gefunden, kein Spaziergang, kein Innehalten war ihm möglich gewesen. Die vielen Wochen der Sorge und die täglichen Fahrten ins Krankenhaus hatten an seinen Kräften gezehrt.

Beim Gespräch über die praktischen Dinge des Alltags konnte sich eine Atmosphäre entwickeln, in der Sorgen und Ängste geäußert werden konnten und in der auch Tränen fließen durften.

Begleitung bedeutet auch...

...den kranken und sterbenden Menschen nach seinen Möglichkeiten mit einzubeziehen, nicht zu flüstern, sondern ihm in respektvoller Ehrlichkeit zu begegnen, das Teilnehmen am Alltag aufrecht zu erhalten und mit den vertrauten Geräuschen Geborgenheit zu vermitteln. Hospizhelfer können ermutigen, wenn das Gespräch ins Stocken gerät. Sie können Vermittler sein. Sie müssen aber auch die eigenen Grenzen erkennen und wenn es erforderlich wird, auch die Notwendigkeit weiterführender Hilfen sehen. Dazu stehen sie im engen Kontakt mit der Koordinatorin.

Zu einer hilfreichen Begleitung gehört auch der regelmäßige Austausch mit Hausärzten, Pflegediensten und allen an der Betreuung Beteiligten. So kann es ein begleiteter Abschied werden, wo das Scherzen und Lachen ebenso seinen Platz hat, wie Tränen, Wut und Enttäuschung oder auch Klage und Sprachlosigkeit. Vielleicht wird es für den Kranken möglich, dieses jetzt klar begrenzte Leben als eigenen Weg anzunehmen und Ruhe zu finden.

Die Richtung und die Geschwindigkeit bestimmt der sterbende Mensch selbst. Es ist sein eigener Abschiedsweg.

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