![]() |
In guten Händen:Rüsselsheimer Hospizhilfe e.V. | ||
|
"Wir sind da für die Begleitung |
|||
|
|
MAIN-SPITZE Erfülltes Leben genießen Hospiztag zum Thema "End-lich Leben" in der Luthergemeinde dbe. Zu einem Hospiztag mit dem Thema "End-lich Leben, eine literarisch-philosophische Zeitreise" hatte die Rüsselsheimer Hospizhilfe mit ihrem "Café Lichtblick" für Samstag in die Luthergemeinde eingeladen. "End-lich leben" bedeute im ernsteren Sinne, dass das Leben einen begrenzten Zeitraum habe. Die leichtere Deutung hingegen sei, man solle sein erfülltes Leben und somit jeden Tag genießen, erklärte Dorothea Castor, Leiterin des "Café Lichtblick". Prof. Dr. med. Dimitri Flieger, Chefarzt der Onkologie am GPR Klinikum und erster Vorsitzender der Hospizhilfe, bedankte sich in seiner Rede vor allem bei den vielen Helfern, die ehrenamtlich jederzeit zur Verfügung stünden. Auch Bürgermeister Jo Dreiseitel lies es sich nicht nehmen, dem Hospiztag einen Besuch abzustatten. "Die Arbeit der Hospizhilfe verfolge ich seit langer Zeit", so Dreiseitel. Lobend erwähnte er ebenfalls, dass die ehrenamtlichen Kräfte durch professionelles Personal geschult werden. Da Trauernde sich oftmals mit ihrem Schmerz allein und verlassen fühlen, ist Dreiseitel froh, dass das "Café Lichtblick" im "Haus der Senioren" einen "unschätzbaren Beitrag" leiste, den Menschen zu helfen. Koordinatorin Doris Lüke versuchte, die Aussage "Ich habe keine Zeit" aufzuklären. Was ist Zeit? Ist Zeit messbar oder wie schnell oder langsam vergeht Zeit im Fall der Gesundheit oder Krankheit? Eine gültige Antwort konnte sie jedoch nicht finden. Lüke zitierte kurzerhand, was schon Einstein gesagt hatte: "Zeit ist relativ." Um das Programm abzurunden, lasen Doris Lüke, Dorothea Castor sowie Gerhard Löffert Textstellen aus verschiedenen Büchern. So hörte mam unter anderem Stücke aus "Herr von Ribbeck" oder "Puh, der Bär". Gisela Förste und Irmgard Schulz begeisterten zudem mit ihrem heiteren Rollenspiel "Die alten Frauen". 03.11.2008
RÜSSELSHEIMER ECHO Lesungen, Rollenspiel und Meditation Hospiztag - Besucher befassen sich bei der Hospizhilfe mit der Endlichkeit des Lebens sop - Seit 1994 betreut die Rüsselsheimer Hospizhilfe schwerkranke Menschen und ihre Familien. Anlässlich des Tages des Friedhofs lud der Verein für Samstagnachmittag zum Hospiztag in den Saal; der Luthergemeinde ein. Mit literarischen Lesungen, Rollenspiel und Meditation setzten sich siebzig Besucher in besinnlicher Atmosphäre mit der eigenen Endlichkeit auseinander. Bei seiner Begrüßung dankte Dimitri Flieger, Chefarzt am Klinikum Rüsselsheim und Vorsitzender des Hospizvereins, vor allem den zahlreichen Ehrenamtlichen für ihr immenses Engagement. Bürgermeister Jo Dreiseitel überbrachte die Grüße der Stadtregierung. Die Rüsselsheimer Hospizhilfe sei ein gelungenes Beispiel für die Kooperation zwischen ehrenamtlichen und professionellen Kräften, sagte er. Dreiseitel betonte, dass sich die Mitarbeiter der Hospizhilfe einer herausragenden Aufgabe stellten und wünschte ihnen weiterhin viel Kraft und Ausdauer. In einer Lesung rezitierten Dorothea Castor, Doris Lüke und Gerhard Löffert verschiedene Texte rund um das Thema "End-lich Leben, eine literarisch-philosophische (Zeit-)Reise". Die Auswahl reichte von Friedrich Nietzsche bis hin zu "Pu, der Bär". Neben nachdenklichen Texten, wie etwa dem Seneca-Ausspruch "Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen", gab es auch sehr humoristische Geschichten und Gedichte von Wilhelm Busch und Kurt Tucholsky. Im Zentrum stand weniger die Endlichkeit des Lebens als die Frage nach der Lebensqualität. In einem der; Texte der amerikanischen Feministin Betty Friedan bezeichnet diese die Krebsdiagnose, ihr sicheres Todesurteil, als positive Erfahrung. Denn die unheilbare Krankheit ermöglicht ihr, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen, ohne sich rechtfertigen zu müssen. In einem amüsanten Rollenspiel "Die alten Frauen" spielten Irmgard Schulz und Gisela Förste zwei Rentnerinnen, die sich erstmal mit Rollator und Krückstock zur Bühne vorkämpfen mussten. In einem Gedicht feierten sie alte Frauen, die immer noch aktiv sind, das Alter nutzen, um Kultur und Kunst zu genießen, und sich Zeit für das nehmen, wofür im früheren Leben keine Zeit war. In einer Meditation wurden die Themen des Nachmittags noch einmal aufgegriffen, bevor sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen über die Inhalte von Texten und Theater austauschen konnten. Neben der eigentlichen Betreuung bietet die Hospizhilfe seit diesem Jahr auch das "Cafè Lichtblick" an. Der Treffpunkt für Trauernde findet monatlich im Haus der Senioren statt. Der nächste Termin ist am 23. November von 15 bis 17 Uhr. Mehr Informationen zum Verein und seinen Projekten gibt es im Internet unter www.ruesselsheimerhospizhilfe. de. 03.11.2008 |
||
|
| |||
|
Rüsselsheimer Hospizhilfe e.V. - Gutenbergstr. 2 - 65428 Rüsselsheim - Tel. 0 61 42 / 1 33 94 - EMail-Kontakt
V.i.S.d.P.: Prof. Dr. med. Dimitri Flieger (1. Vorsitzender) | |||