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Rüsselsheimer Hospizhilfe e.V.

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MAINSPITZE

Männliche Mitarbeiter gesucht

Jahreshauptversammlung der Hospizhilfe / Vorstand im Amt bestätigt

RÜSSELSHEIM (mmk). "Ich bin dankbar und stolz, in so einem tollen Verein zu arbeiten", lobte Koordinatorin Doris Lüke die Arbeit des Vereins Rüsselsheimer Hospizhilfe bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend.

Die Übersicht über die Entwicklung der Hospizarbeit der Jahre 2006 bis 2008 konnte man als durchweg positiv bezeichnen.

Der erste Vorsitzende Prof. Dr. med. Dimitri Flieger lobte in seinem Rückblick die Arbeit des Vereins. Er berichtete von der erfolgreichen Einrichtung einer Palliativstation im GPR-Klinikum sowie der Einstellung einer Psychoonkologin und einer Case-Managerin, die im Klinikum die Hospizarbeit koordinieren wird. Für die Zukunft wünschte sich Flieger mehr ehrenamtliche Mitarbeiter, die die 27 aktiven Hospizbegleiter unterstützen und ihre Arbeit erleichtern. Denn, so betonte es auch die 2. Vorsitzende Sigrid Schulz, wer sich eine Kranken- oder Sterbebegleitung nicht zutraut, könne auch in der Organisation mithelfen. Hier würden immer Aktive gebraucht.

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands und der Schatzmeisterin Hedi Eichhorn, wurde der Vorstand neu gewählt. Alle Vorstandsmitglieder- wurden einstimmig im Amt bestätigt. In eine neue Position wurde Lisa Petsch gewählt. Sie ist nicht länger zweite Beisitzerin, sondern von nun an Schriftführerin. Die Position der zweiten Beisitzerin blieb frei. Der Vorstand entschloss sich, einen Kandidaten im Nachhinein zu berufen.

Schatzmeisterin Hedin Eichhorn nahm die Wahl nur unter Vorbehalt an, gab sie doch zu bedenken, dass sie sich nicht in der Lage sieht, diesen Posten noch lange zu bestreiten. Sie bat darum, dass sich in Zukunft ein Mitglied als Nachfolger anbieten soll.

Auch wurde eine Satzungsänderung beschlossen: Die Satzung soll dahingehend geändert werden, dass der Erbe des Vereins in Zukunft der Verein "Kontakt Soziale Dienste Rüsselsheim" ist und nicht länger die "LAG Hospize Hessen". Diese hatten versäumt, ihre Gemeinnützigkeit beim Finanzamt bestätigen zu lassen.

Anschließend lobte Dorothea Castor, vom Cafè "Lichtblick", die gute Arbeit der Mitarbeiterinnen. Sie gab jedoch zu bedenken, dass aktuell die Mehrzahl der Besucher Frauen sind. Sie wünschte sich mehr männliche Hospizhelfer, die dann Ansprechpartner für trauernde Männer sein können.

14.02.2009

Linie

RÜSSELSHEIMER ECHO

Hilfe bei Trauer und schwerer Krankheit

Hospizverein - Mitglieder bestätigen Vorstand im Amt - Ehrenamtliche Helfer gesucht

RÜSSELSHEIM (api). Auf der Jahreshauptversammlung des Rüsselsheimer Hospizvereins waren die Mitglieder am Donnerstagabend zu einer Neuwahl des Vorstands aufgerufen. Schon in den vergangenen zwei Jahren hatte Dimitri Flieger, Chefarzt am GPR-Klinikum, das Amt des Vorsitzenden übernommen, und, genau wie seine Stellvertreterin Sigrid Schulz, Schatzmeisterin Hedi Eichhorn und Beisitzerin Christel Rumpf, wurde Flieger von den 27 Wahlberechtigten in seinem Amt bestätigt. Ein Kandidat für das Amt des zweiten Beisitzers konnte an diesem Abend nicht gefunden werden, dafür stellten sich Ursula Vey und Gisela Loidold als Kassenprüferinnen zur Verfügung. Lisa Petsch wurde in Abwesenheit zur Schriftführerin gewählt.

Erfolgreiches und arbeitsintensives 2008

Der Hospizverein Rüsselsheim, der in diesem Jahr sein fünfzehnjähriges Bestehen feiert, blickt auf ein erfolgreiches und arbeitsintensives Jahr zurück. Wie Dimitri Flieger bereits in seiner Begrüßung vermeldete, habe man 2008 viele Vorhaben umsetzen können. So ist etwa die Gründung einer Palliativ-Station im GPR-Klinikum auf einem guten Weg - 10 000 Euro Spenden konnten dafür bereits gesammelt werden.

Außerdem konnte eine psychoonkologische Stelle eingerichtet werden, die bereits besetzt ist. Ein Case-Manager, der die Koordination der Hospizarbeit übernehmen soll - etwa im Hinblick auf die Kommunikation mit Hospizvereinen in umliegender Städte -, tritt seinen Dienst am 1. März an.

Das nächste erklärte Ziel ist ein Netzwerk im Bereich der Palliativversorgung, in das auch die Kirchen und muslimische Vertreter eingebunden werden sollen. Hier habe es schon erste vielversprechende Kontakte mit Dekan Kurt Hohmann gegeben, erklärte Flieger.

Für 2009 sei angedacht, die Öffentlichkeitsarbeit noch intensiver auszubauen, etwa im Hinblick auf Unterstützung durch die Politik oder im Rahmen einer großen Benefiz-Veranstaltung in der Stadthalle.

Doris Lüke, leitende Fachkraft und Koordinatorin der ambulanten Beratungsstelle, bestätigte das positive Fazit mit ihrer Statistik, die den anwesenden Mitgliedern erstaunliche Zahlen präsentierte: Die Zahl ehrenamtlich tätiger Mitglieder stieg demnach im letzten Jahr von 34 (2006) auf 47 an. Auch die Begleitungen stiegen sprunghaft von 33 (2006) auf 59 in 2008 - und das bei einer nahezu gleichbleibenden Zahl von Begleitern, die teilweise bis zu drei Fälle gleichzeitig betreuen mussten, wie Doris Lüke berichtete.

Emotional und kräftemäßig sei man in dieser Hinsicht am Limit angelangt, so Lüke weiter. Den Kontakt zum Hospizverein suchen laut Statistik in erster Linie Angehörige, aber auch die Nachfrage der Pflegedienste, Heime und Krankenhäuser steigt offenbar stetig.

Das im Februar 2008 eröffnete Cafe Lichtblick vermeldet ebenfalls eine große Nachfrage. Aus anfänglich zehn Besuchern seien inzwischen über zwanzig geworden, berichtete die Leiterin Dorothea Castor.

Aufgrund der umfangreichen Aufgaben benötigt der Hospizverein zunehmend ehrenamtliche Helfer. Nicht nur im Bereich der Begleitungen, wie die stellvertretende Vorsitzende Sigrid Schulz erklärte - diese intensive und schwierige Aufgabe traue sich nun mal nicht jeder zu - sondern auch in der Büroarbeit und bei der Organisation von Veranstaltungen sei man für jede, tatkräftige Unterstützung dankbar.

14.02.2009


Rüsselsheimer Hospizhilfe e.V. - Gutenbergstr. 2 - 65428 Rüsselsheim - Tel. 0 61 42 / 1 33 94 - EMail-Kontakt V.i.S.d.P.: Prof. Dr. med. Dimitri Flieger (1. Vorsitzender)
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