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In guten Händen:Rüsselsheimer Hospizhilfe e.V. | ||
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"Wir sind da für die Begleitung |
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MAIN-SPITZE Senioren in Dörfern alleine ÄLTERWERDEN - Informationsbesuch einer Delegation aus Ghana mit Pfarrerin Mutzek Von Detlef Volk RÜSSELSHEIM. Fast leere, nur noch von alten Menschen bewohnte Dörfer sind ein gesellschaftliches Problem. Nicht nur in den ländlichen Gebieten von Hessen, auch die afrikanische Republik Ghana ist inzwischen davon betroffen. Eine Woche lang informiert sich deshalb unter der Leitung der früheren Rüsselsheimer Pfarrerin Norina Mutzek eine Delegation der "Presbyterian Church of Ghana" in Hessen über das Thema "Altwerden". Mutzek selbst arbeitet seit neun Monaten in Ghana als ökumenische Mitarbeiterin im Bereich Partnerschaftsarbeit. Sie betreut auch freiwillige Helfer, die nach Ghana kommen. Davor war sie Pfarrerin in der Versöhnungsgemeinde in Rüsselsheim. Dr. Samuel Ayete-Nyampong ist Direktor der reformierten Kirche in Ghana. Er hat über das Thema "Altwerden in Ghana" promoviert. Zur Delegation, die am Sonntag den Heimflug antritt, gehören Krankenschwester und Altenbetreuerin Dora Asare, Pfarrer Daniel Amoako Ntarko, und der stellvertretende Direktor (Dekan) Andrew Mari Asiedu. Bis vor wenigen Jahren war die Versorgung der älteren Familienmitglieder im Familienverbund noch gesichert, erklärt Ayete-Nyampong. Inzwischen gingen die Jungen in die Städte, suchten dort Arbeit. In den Dörfern blieben die Alten unversorgt zurück. Der Besuch in Hessen dient dazu, sich über die verschiedenen Arten der Seniorenbetreuung zu informieren. In Frankfurt wurde ein christlich-jüdisches Altersheim besucht, in Rüsselsheim standen das Martin-Niemöller-Haus und das Haus am Ostpark mit betreutem Wohnen auf der Liste. Es folgen noch das "Haus der Senioren" und der neue Pflegestützpunkt in Groß-Gerau. Auch das Thema Sterbebetreuung interessierte die Gäste aus Ghana. Doris Lüke von der Hospizhilfe Rüsselsheim gab gestern Einblicke in ihre Arbeit und die Organisationsform des Vereins. "Wir sammeln Ideen", umschrieb Ayete-Nyampong die Eindrücke aus Rüsselsheim. Einfach so übertragen werden könnten die Einrichtungen aus Rüsselsheim nicht nach Ghana. So sei etwa die zentrale Unterbringung in einem Altenheim kaum möglich, da die Menschen in ihren Dörfern als Stammes- oder Familienälteste eine hohe Wertschätzung genössen und dieses Umfeld nicht verließen. Deshalb soll versucht werden, mit Tagesbetreuungen vor Ort die Probleme in den Griff zu bekommen. Auch die Sterbebegleitung sei so nicht möglich. In Ghana bekommen weder Patienten, noch Angehörige vom Arzt gesagt, dass der Tod bevorstehe. So wie es vor einigen Jahren auch noch in Deutschland gewesen sei, wie Dekan Kurt Hohmann erinnerte. Der Glaube sei in Ghana noch sehr stark verwurzelt und wenn der Arzt nicht weiterhelfen könne, werde in Gebeten oder beim Medizinmann Hilfe gesucht. 30.04.2010
RÜSSELSHEIMER ECHO Alt werden hier und dort Seniorenarbeit: Eine afrikanische Delegation informiert sich über Angebote - Norina Mutzek begleitet die Gruppe RÜSSELSHEIM (sura/jey). Eine Woche lang besuchte eine fünfköpfige Delegation aus Ghana, darunter auch die ehemalige Pfarrerin der Versöhnungsgemeinde Norina Mutzek (51), unterschiedliche Hilfsorganisationen für ältere Menschen in den Evangelischen Dekanaten Frankfurt und Rüsselsheim. ... Themenschwerpunkt der Reise der afrikanischen Delegation nach Rüsselsheim ist der Umgang mit alten Menschen in Deutschland. Gastgeber am Donnerstagvormittag war die Rüsselsheimer Hospizhilfe, bei der die Besucher sich über die Betreuung von Sterbenden und deren Angehörigen informierten. Alle Besucher befassen sich in Accra, der Hauptstadt von Ghana, in der Gruppe "Alt werden in Ghana", mit Möglichkeiten der Altenbetreuung. Bislang gebe es keine staatliche Förderung für alte Menschen, da es Brauch sei, diese innerhalb der Großfamilien zu versorgen, berichtete Pfarrer Samuel Ayete-Nyampong, der sich als Direktor der örtlichen Kirchengemeinde mit der ökumenischen und sozialen Arbeit beschäftigt und seine Doktorarbeit zum Thema "Alt werden in Ghana" geschrieben hat. Doch die Fluktuation nehme zu, immer mehr junge Menschen zögen vom Land in die Stadt, um dort Arbeit zu finden. Dadurch lösten sich die Großfamilien auf und die Versorgung der Älteren sei nicht mehr gesichert. Daher bestünden Überlegungen, Tageseinrichtungen für ältere Menschen anzubieten. Die Delegation besuchte in Deutschland verschiedene Seniorenheime und lernte Wohnmöglichkeiten wie das betreute Wohnen oder auch Wohngemeinschaften kennen mit dem Ziel, sich Anregungen für Ghana zu holen. Jedoch sei es in Ghana schwierig, alte Menschen dazu zu bringen, ihr vertrautes Umfeld zu verlassen und in ein Altenheim zu ziehen. Es gebe kostenlose Tagesangebote der Kirchen, auch eine Art Hospizhilfe sei in Ghana vorhanden, die eng mit den Krankenhäusern zusammen arbeite. In Ghana würden weder Angehörige noch die Patienten von den Ärzten darüber informiert werden, dass sie sterben werden. Das sei ein Grund, weshalb die Schulmedizin dort keinen so hohen Stellenwert habe wie der christliche Glaube. Es komme häufig vor, dass nach einer negativen Prognose durch einen Mediziner, die Familie des Kranken zu alternativen Heilmethoden greife. Das Interesse an der Arbeit der Hospizhilfe war bei den Besuchern sehr groß und Doris Lüke, leitende Fachkraft, gab detailliert Auskunft. Sie stellte klar, dass die Hospizhilfe sich an jeden Menschen wende, gleich welcher Konfession er angehöre. Neben dem Besuch von Seniorenheimen, waren auch Kirchengemeinden Gastgeber der Delegation aus Ghana. Am Nachmittag besuchte die Gruppe das Rüsselsheimer Haus der Senioren. Am Sonntag treten die Gäste die Rückreise in ihre westafrikanische Heimat an. 30.04.2010 |
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Rüsselsheimer Hospizhilfe e.V. - Gutenbergstr. 2 - 65428 Rüsselsheim - Tel. 0 61 42 / 1 33 94 - EMail-Kontakt
V.i.S.d.P.: Prof. Dr. med. Dimitri Flieger (1. Vorsitzender) | |||