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In guten Händen:Rüsselsheimer Hospizhilfe e.V. | |
| Unser Pressespiegel: "Sie machen Rüsselsheim reicher" | ||
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"Wir sind da für die Begleitung
RÜSSELSHEIMER ECHO "Sie machen Rüsselsheim reicher" EHRENAMT - Stadtverordnetenvorsteher bedankt sich bei freiwilligen Helfern aus der Kranken- und Altenpflege von Andrea Volp Mit einer Einladung zu Kaffee und Kuchen hat sich Stadtverordnetenvorsteher Heinz Schneider am Mittwoch im Namen der Stadt bei Menschen mit Ehrenamt bedankt. Mit dabei waren stellvertretend die Helfer, die sich in der Kranken- und Altenpflege engagieren. Rund 50 Frauen und Männer kamen im Haus am Ostpark zusammen. Egon Lang ist einer von ihnen. Seit 15Jahren begleitet er alsHospizhelfer schwer kranke und sterbende Menschen. "Zeit ist unser wertvollstes Gut, das wir einbringen können", sagt er. "Zuhören, was die Leute bewegt." Den Hospizhelfern vertrauen Sterbende wie Angehörige auch die Dinge an, mit denen sie sich untereinander lieber nicht belasten wollen, erzählt der Vierundsiebzigjährige. "Das erfordert sehr viel Fingerspitzengefühl." Mit ihm arbeiten rund 35 Ehrenamtliche in der Rüsselsheimeir Hospizhilfe und ihrem Café Lichtblick. Zu zwei bis vier Stunden pro Woche sollten sich die Helfer verpflichten, bei Egon Lang sind es mehr. Trude Schardt ist eine andere aus dem Kreis der Personen, ohne die Rüsselsheim ein Stück armer wäre, wie Heinz Schneider in seiner Begrüßung sagte. Sie wirkt im Helferkreis des GPR-Klinikums, als Dame im beigen Kittel. Sie begann als ihr Sohn flügge wurde, inzwischen ist sie seit 28 Jahren dabei und die Sprecherin der Gruppe. Jede der 27 Frauen im Kreis übernimmt einen Dienst pro Woche und betreut dann zwei Stationen. Von 8.30 bis gegen 13 Uhr dauert der Einsatz. Dazu kommt einmal die Woche die Bereitschaft zur Vertretung, falls jemand ausfällt. Die beigen Helferinnen besuchen die Patienten auf ihren Zimmern, fragen nach, ob sie etwas tun können. Einmal, erzählt Trude Schardt, bat ein Patient sie, ihm neue Schuhe zu besorgen. Weil sie nicht sicher war, was ihm gefällt und passt, nahm sie gleich fünf Paar zur Auswahl mit und legte das Geld vor. Vier Paar brachte sie später wieder in den Laden zurück. Doch in der Mehrzahl der Falle sind die Patienten glücklich, wenn die Helferinnen Zeitschriften holen oder Bücher aus der Bibliothek oder einfach nur ein bisschen zum Plauschen bleiben. Anita Ott von der Bewohnerbegleitung im Haus am Ostpark sind gefragt beim Übergang in den neuen Lebensabschnitt. Sie machen bekannt mit den Räumlichkeiten und Angeboten der Seniorenwohnstätte, schauen, wie sie die Bewohner unterstützen können, haben Zeit für Gespräche und Spaziergange. "Wir wollen die Menschen etwas auffangen und beruhigen in dieser doch schwerenZeit." Denn es heißt Abschied nehmen vom gewohnten Umfeld, von Nachbarn, vom lieb gewonnenem Mobiliar. "Viele waren schon in den letzten Jahren zuhause recht einsam und sind dann sehr dankbar für unsere Zuwendung", sagt sie. 30 Jahre hat Anita Ott als Altenpflegerin in der GPR-Seniorenresidenz gearbeitet, als Rentnerin ging sie vor zwei Jahren zur ehrenamtlichen Arbeit über. Auch Rosa Beuerle und Rita Heger gehören zu den Ehrenamtlichen, die für die Bewohner im Haus am Ostpark da sind. Beide Christinnen, die eine evangelisch, die andere katholisch, holen die Senioren einmal in der Woche zu den Gottesdiensten in ihren Zimmern ab, bringen sie zum Andachtsraum und begleiten sie wieder zurück. Sie helfen Tischdecken und Kaffeekochen beim Seniorencafé, machen Geburtstagsbesuche und haben immer ein offenes Ohr. Dazu unterstützt Rosa Beuerle auch den hauseigenen Töpferkreis. Der Kontakt kam durch Bewohner aus dem eigenen Familien- oder Bekanntenkreis zustande. "Dann lernt man schnell immer mehr Leute kennen, und inzwischen gehören wir zum Inventar", erklärt Rita Heger lachend. Sie ist seit 26 Jahren ehrenamtlich im Haus engagiert, Rosa Beuerle seit 23 Jahren. Auch bei Egon Lang war es die eigene Konfrontation, das Sterben eines Familienmitglieds, das ihn zu seinem Ehrenamt brachte. Zur Kaffeerunde am Mittwoch kam er vom Erstbesuch bei einem Pflegebedürftigen. Der Mann, den er zuletzt begleitete, starb am Heiligen Abend. Ein schweres Ehrenamt. "Ja, aber es ist auch etwas sehr Sinnvolles, das man für die Gesellschaft tun kann" sagt Egon Lang. 29.12.2011 |
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